Ein alter Bekannter hat sich wieder zurückgemeldet, nämlich hat der Rezensent mit dem Pseudonym Castorp auf LovelyBooks auch „Annina, die Kalabresin“ rezensiert. Im Folgenden seine Rezension im Originalton:
Dramatik und Mafia-Atmosphäre
Kurt Studer ist wieder da! Nach der zweibändigen Perren-Schlegel-Saga aus dem Wallis und Sarganserland diesmal mit einer Geschichte, die in Italien spielt. Annina ist Tochter eines kalabresischen Mafiabosses und soll mit 19 Jahren zwangsweise nach Catania verheiratet werden. Von dort flieht sie aber nach Neapel und lernt später den Schweizer Geschäftsmann Robert Naef kennen. Prompt, wie könnte es anders sein, wird sie von ihm schwanger und es entsteht ein Drama mit zahlreichen Verwicklungen. Darin erinnert der Plot an Studers Perren-Schlegel-Saga, der Hintergrund ist aber ein anderer. Dem sehr aufschlussreichen Anhang kann entnommen werden, dass der Roman auf einer Maturaarbeit basiert, in der die wahre Familiengeschichte aufgearbeitet wurde. Mit Genehmigung der Verfasserin hat Studer den Stoff dann mit fiktiven Elementen angereichert und zu einem Roman verdichtet. Wer Studers Perren-Schlegel-Saga gelesen hat, weiss, wie der Mann schreibt, und diesem Stil bleibt er auch in „Annina, die Kalabresin“ treu. Exakte Beschreibungen der gut recherchierten Schauplätze, die den geneigten Leser vorzüglich in die Szenerie eintauchen lassen, lebendige Figuren und Dialoge, eine ausgefeilte, aber nicht übertriebene Sprache und schliesslich ein gerüttelt Mass an Dramatik und Mafia-Atmosphäre bürgen für eine spannende Lektüre. Besonders überraschend kam der Schluss! Ich kann mir gut vorstellen, dass viele Leute das Buch kaum mehr aus den Händen legen mögen. Fazit: Empfehlenswert.
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