Nächste Lesung am 5.2.2026 in Uster!

Werdegang

Kurt Studer (*1943) aus Visp schloss am Kollegium Spiritus Sanctus in Brig im Juni 1963 die Handelsmatura ab. Seinen Wunsch, Chemiker zu werden, musste er fallen lassen, da ihn die naturwissenschaftlichen Fächer, die er für die Aufnahmeprüfung an die ETH nachholen musste, nicht zu begeistern vermochten. Er entschloss sich deshalb, im Herbst 1964 das Ökonomiestudium an der HSG in St. Gallen aufzunehmen. Um bis zum Studienbeginn etwas Geld zu verdienen, trat er am 1. Februar 1964 in die Dienste der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG) in Zürich ein, wo er hängen blieb. Nach Sprachaufenthalten in Lausanne, Locarno und England heiratete er im Juni 1968 Rosmarie Tschopp aus Visp. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, Sohn Thomas und Tochter Fabienne.

Nach 15 Jahren bei der SBG und weiteren beinahe 20 Jahren bei der Bank Linth – wovon 11 Jahre als Kredit- und Werbechef der Gesamtbank im Range eines stv. Generaldirektors – gründete Kurt Studer als Unternehmensberater auf Anfang 1998 eine eigene Firma mit dem Ziel, risikogefährdete Firmen neu zu strukturieren und für die Zukunft fit zu machen. Die Sanierungsaufträge wurden ihm mehrheitlich von den Gross-, Kantonal- und Raiffeisenbanken übertragen. Nebenbei schulte er die Kreditkader dieser Banken im Risikomanagement.
In der Schweizer Armee durchlief Kurt Studer als Milizoffizier eine Laufbahn bei der Flugwaffe, die er Ende 1995 als Quartiermeister im Range eines Hauptmanns bei der Flugplatzabteilung Alpnach beendete.

Begeisterung für die Literatur

Schon zur Kollegiumszeit war Kurt Studer ein Vielleser und begeisterte sich vor allem für Klassiker wie Theodor Fontane, Franz Grillparzer, Gottfried Keller, Theodor Storm, Thomas Mann, Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Schiller sowie Stefan Zweig. Während seiner Berufszeit verfasste er für den Verwandten- und Bekanntenkreis mehrere Balladen und lyrische Gedichte. Die Begeisterung für die Literatur wuchs so stark an, dass er sich nach dem sechzigsten Geburtstag dazu entschloss, an der Universität Zürich das Germanistikstudium (mit Geschichte im ersten und Latein im zweiten Nebenfach) aufzunehmen, mit dem Ziel, sich die Grundlagen für das Verfassen eines eigenen Romans anzueignen.

Der Anstoss zur Perren-Schlegel-Saga

Als Kurt Studer im Frühjahr 2013 völlig unerwartet als ältester Sohn seiner am Muttertag 2010 verstorbenen Mutter das Testament seiner Stieftante Paula Kalberer-Schlegel vom Amtsnotariat Buchs zugestellt erhielt, geriet er völlig aus dem Häuschen, da er von der in Vilters-Wangs verstorbenen Stiefschwester seiner Mutter noch nie etwas gehört hatte. Da dieses Dokument zudem aufzeigte, dass seine Mutter als uneheliches Kind geboren worden war, gezeugt von seinem ihm unbekannten Grossvater Johann Schlegel, gebürtig aus Flums, liess ihn diese Geschichte nicht mehr los. Während fünf Jahren interviewte er dutzende von Personen im Sarganserland und im Wallis und forschte in diversen Archiven nach historischen Akten, die bis ins Jahr 1877 reichten. Je länger er sich mit dieser Familiengeschichte auseinandersetzte, desto mehr packte ihn der Ehrgeiz, diesen faszinierenden Stoff in einen Roman einfliessen zu lassen. Dabei war ihm von Anfang an klar, dass ein reiner Familienroman auf dem gesättigten Büchermarkt kaum Erfolg haben könnte. Er entschloss sich deshalb, diese dramatische Familiengeschichte in den Kontext der damaligen sozialen Verhältnisse einzubetten und dabei die rasante Entwicklung des Kantons Wallis vom mausarmen Bergkanton zu einem aufblühenden Industrie- und Tourismuskanton aufzuzeigen.

Das angestrebte Ziel konnte er nur mit tatkräftiger Unterstützung seiner Frau sowie beigezogenen Fachleuten aus der Medizin, der Psychiatrie, der Bistümer St. Gallen und Sitten sowie dem Vormundschaftswesen erreichen. Während des Schreibprozesses stellte sich bald heraus, dass der Stoff für einen einzigen Band zu umfangreich war. Im Herbst 2018 entschloss er sich, für den ersten Band auf Verlagssuche zu gehen. Im Antium Verlag fand er einen jungen, dynamischen und fachtechnisch kompetenten Partner, der bereit war, den Roman unter seine Fittiche zu nehmen. Seither hat er nicht nur den zweiten Band dieser Familiensaga publiziert, sondern auch noch einen weiteren spannenden Familienroman geschrieben, der im November 2024 erschien: „Annina, die Kalabresin“.

Weitere Hobbys

Schon während der Studentenzeit war Kurt Studer begeisterter Blasmusik-Fan. Er wurde mit 17 Jahren in die Musikgesellschaft Vispe ins Trompeterregister aufgenommen. Nach dem Umzug nach Rapperswil trat er im August 1983 in die Stadtmusik Rapperswil ein, deren Präsident er bereits nach knapp fünf Monaten wurde. Dieses Amt übte er in zwei Sequenzen während 10 Jahren aus. Als er aus beruflichen Gründen auf Ende 1999 die aktive Mitgliedschaft aufgeben musste, wurde er zum Ehrenpräsidenten der Stadtmusik Rapperswil ernannt.

Ferner begeistern ihn fremde Völker und Kulturen. Seine Frau hat es verstanden, ihn als eher sesshaften Bürger aus der Wohnstube zu locken und für ferne Länder wie Australien, Neuseeland, Kanada, Costa Rica, Namibia oder Botswana zu begeistern. Seit 2011 geniesst er zusammen mit seiner Frau die langen Reisen mit dem eigenen Wohnmobil durch ganz Europa, von der Südspitze Griechenlands bis zum Nordkap.